Die gängigsten Heizungsarten im Überblick

Heiztechnik bei Hanse Haus

Welches Heizsystem ist das Beste für mich und mein Haus? Diese Frage müssen sich alle Bauherren in der Planungsphase einmal stellen. Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit spielen eine entscheidende Rolle. Beim Bau eines Hanse Hauses ist der Energiebedarf dank der standardmäßig hervorragenden Wärmedämmung bereits so niedrig, dass die Auswahl passender Heiztechnik-Systeme groß ist.

Die Wärmepumpe 

Eine Wärmepumpe funktioniert im Endeffekt ähnlich wie ein Kühlschrank. Statt Kälte wird dem Erdreich, der Außenluft oder dem Grundwasser Wärme entzogen. Man unterscheidet dabei zwischen Sole/Wasser-Wärmepumpen, Luft/Wasser-Wärmepumpen, Lüftungswärmepumpen oder Erdwärmepumpen mit Erdsonden und Erdwärmekollektoren. Das Kältemittel wird mithilfe von elektrischer Energie komprimiert und auf eine höhere Temperatur erwärmt. Ehe das Kältemittel wieder abkühlt, gelangt die Wärme zur Heizung und damit in das Innere des Hauses. 
Wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet, lässt sich anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ) einschätzen. Je höher der Wert der Jahresarbeitszahl ausfällt, umso weniger Strom ist notwendig bzw. umso höher ist die Effizienz. Eine JAZ von 4 heißt, dass ein 4-facher Gewinn der Wärmemenge aus einem Teil Strom erreicht werden kann.

Die Gasheizung

Bei einer Gasheizung unterscheidet man zwischen Gasbrennwerttechnik und Gasbrennstoffzelltechnik. Generell wird eine Gasheizung mit dem Brennstoff Gas versorgt. Hier hat man die Wahl zwischen Flüssig- oder herkömmlichem Erdgas. Bei Erdgas handelt es sich um einen fossilen Rohstoff, der vor allem aus Methan besteht. Flüssiggas lässt sich beispielsweise als Nebenprodukt bei der Förderung von Erdöl gewinnen. Dieses Gas besteht vorwiegend aus Butan oder Propan. Die Anlieferung des Gases kann über eine zentrale Gasleitung geschehen. Der Gasverbrauch lässt sich über passende Zähler sehr gut messen.

Die Brennstoffzellenheizgeräte haben den großen Vorteil, dass neben Wärme zugleich auch Strom erzeugt wird. Hierbei wird Erdgas zu CO2 und Wasserstoff umgewandelt. Diese Heizungsanlage funktioniert folgendermaßen: im Zellstapel, welcher aus einer Anordnung mehrerer Brennstoffzellen besteht, reagiert der Wasserstoff mit Sauerstoff – so entsteht Wärme- und elektrische Energie in Form von Gleichstrom. Die gewonnene Wärme können Sie nun entweder zum Beheizen des Hauses oder für den Brauchwasserkreislauf nutzen. Um den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, ist ein Wechselrichter verbaut. Ob man den Strom nun selbst nutzen möchte oder lieber in das öffentliche Netz einspeist, kann der Bauherr selbst entscheiden.

Heizen mit Fernwärme

Die Investition in eine Heizungsanlage mit Fernwärme wird sich nur auszahlen, wenn dem Wärmelieferanten ein ausgewogenes Wärmenetz zur Verfügung steht.  Vorteilhaft an der Heizungsart Fernwärme ist der geringe Aufwand. Die Lagerung von Vorräten an Brennstoffen entfällt komplett, da diese durch den jeweiligen Wärmeerzeuger sichergestellt werden. 

Nachteilig ist allerdings, dass die Wärmelieferung aus dem Fernwärmenetz immer mit Energieverlusten verbunden ist. Dies betrifft sowohl die Erzeugung der Wärme als auch deren Transport bis zum Haus.

Sinnvolle Unterstützung: Die Solarheizung

Das Funktionsprinzip einer Solarheizung ist sehr einfach: Sonnenenergie trifft auf Sonnenkollektoren, die auf dem Dach angebracht sind. Dadurch wird eine Wärmeträgerflüssigkeit aufgewärmt. Diese Wärme lässt sich dann zum Wasserspeicher transportieren und dort regulieren.

Oftmals übernimmt eine Solaranlage eine unterstützende Rolle in Kombination mit einer anderen Heizungsart. Dies ist notwendig, da sich Überschüsse, die von der Anlage im Sommer produziert werden, noch nicht bis zu den kalten Wintermonaten speichern lassen. Ein großer Vorteil der Solarthermie-Anlage besteht in der Unabhängigkeit von Energieversorgern und Energieträgern. 

Welche Heizungsart ist die Nummer eins?

Die beste Heizungsart zu bestimmen ist nur schwer möglich. Schließlich haben sämtliche Heizungsanlagen ihre Vor- und Nachteile. Bei der Wahl der richtigen Heizungsart gilt es, die Anschaffungskosten, die laufenden Betriebskosten, den notwendigen Platz sowie die Energieeffizienz abzuwägen. 

Weitere Informationen zu den Heizsystemen sowie eine Aufstellung über die Investitionskosten, Betriebskosten und Verbrauchskosten erhalten Sie von unseren kompetenten Hanse Haus-Fachberatern in Ihrer Nähe bzw. in unserer umfangreichen Bauleistungs- und Ausstattungsbeschreibung, die wir Ihnen auf Anfrage gerne zusenden.