Grundstück finden und bewerten - unsere Tipps

Wenn Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim erfüllen möchten, steht ganz am Anfang die Suche nach dem passenden Baugrundstück. Grundstücke sind aktuell sehr gefragt und es ist häufig gar nicht so einfach, überhaupt einen Bauplatz zu finden. 

So ist es besonders wichtig, Zeit und Aufmerksamkeit in die Grundstückssuche zu investieren. Schließlich soll sichergestellt sein, dass Sie sich dort auch langfristig rundum wohlfühlen und dass sich Ihr Bauvorhaben auf dem Grundstück Ihren Vorstellungen entsprechend umsetzen lässt. 

Auf der Suche nach einem Grundstück?

Wie finde ich ein Grundstück?

Sie haben es leichter, wenn Sie bereits vor der aktiven Suche einige grundlegende Entscheidungen treffen. Möchten Sie auf dem Land leben, die Ruhe genießen und von vergleichsweise niedrigen Grundstückspreisen profitieren? Oder sind Sie eher Stadtmenschen und am liebsten dort, wo immer viel los ist? Gibt es vielleicht schon eine Wahlheimat oder eine Region, die Sie bevorzugen? Dann können Sie den Radius Ihrer Suche bereits eingrenzen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie bei der Suche nach dem passenden Baugrundstück vorgehen können.

1. Der Blick in die Zeitung

Anzeigen in Zeitungen oder Mitteilungsblättern werden oft unterschätzt, sind aber hilfreich bei der Suche nach einem Grundstück. Meist werden darin auch die Preise für die angebotenen Grundstücke angegeben. Wenn noch nichts Passendes dabei ist, können Sie auch eigene Suchanzeigen in der Zeitung aufgeben, was dann allerdings mit Kosten verbunden ist.

2. Online-Portale

Wenn Sie im Internet Immobilienportale und Verkaufsportale durchsuchen, können Sie sich einen ersten Überblick über das Angebot verschaffen. Dort ist allerdings der Wettbewerb sehr groß, sodass Sie schnell reagieren müssen, wenn ein tolles Grundstück zum Kauf angeboten wird. Online-Portale bieten Ihnen auch oft die Möglichkeit, kostenlose Suchanzeigen zu schalten.

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3. Öffentliche Einrichtungen

Auch öffentliche Einrichtungen stehen Ihnen bei der Grundstückssuche zur Seite. Sie können zum Beispiel direkt bei der Stadt, der Gemeinde oder dem Bürgeramt anfragen. Der Vorteil ist, dass beispielsweise der Gemeinde am besten bekannt ist, wo Baugrundstücke zum Verkauf stehen oder wo Baugebiete in Planung sind. Dazu kommt, dass die Gemeinde oft ausführliche Auskünfte zu den verfügbaren Grundstücken geben kann. Auch Vereine oder Kirchen unterstützen teilweise bei der Suche.

4. Freunde und Bekannte

Wenn Sie Ihre Freunde und Bekannte in die Suche einbeziehen, können sie eine große Hilfe sein und die Augen und Ohren für Sie offen halten. Vielleicht kennen sie jemanden, der sein Grundstück verkaufen möchte, vielleicht haben sie auf Schildern gesehen, dass ein Grundstück zum Verkauf steht und vielleicht sind ihnen Baulücken aufgefallen.

5. Baulücken suchen

Sie können auch aktiv nach solchen Baulücken suchen. Das kann mit viel Zeitaufwand verbunden sein, aber mit etwas Glück zum Erfolg führen. Am besten recherchieren Sie vorab schon einmal mithilfe eines Online-Kartendienstes. Dann können Sie mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß auf die Suche gehen. Wenn Sie eine Baulücke entdecken, lohnt es sich oft, bei den Nachbarn zu klingeln und nachzufragen. Sie können sich auch an das zuständige Katasteramt wenden. Bei berechtigtem Interesse geben die Ämter meist Auskunft über den Besitzer.

6. Hanse Haus

Sie können sich auch direkt bei Hanse Haus über verfügbare Grundstücke informieren. Oft haben unsere Fachberater gute Kontakte zu Behörden, Maklern und privaten Verkäufern. Zudem kennen sie sich mit den jeweiligen örtlichen Vorschriften aus, was für die spätere Bebauung von Vorteil ist. Gerne besuchen unsere Berater auch gemeinsam mit Ihnen Ihr Wunschgrundstück und unterstützen Sie bei der Einschätzung, ob Ihr geplantes Bauvorhaben dort realisiert werden kann. 

 

 

7. Aus alt wird neu

Sie können auch darüber nachdenken, eine alte, baufällige Bestandsimmobilie zu kaufen, diese dann abzureißen und auf dem Grundstück neu zu bauen. Vorher sollten Sie natürlich unbedingt prüfen, ob dieses Vorhaben möglich ist und ob es sich lohnt. Abhängig von der Größe und der Bausubstanz des Bestandsgebäudes sollten für den Abriss zwischen 10.000 und 25.000 Euro einkalkuliert werden. Bei kleinen Häusern ohne Keller kann es auch günstiger sein. Informieren Sie sich auch, ob die Kommune beim Abriss möglicherweise mit Fördermitteln unterstützt.

8. Bank

Darüber hinaus können Sie bei Ihrer Bank anfragen. Einige Banken haben eine eigene Immobilienabteilung. Es kann sich also lohnen, sich dort über verfügbare Grundstücke zu informieren.

9. Zwangsversteigerung

Erkundigen Sie sich beim Amtsgericht über Zwangsversteigerungen. Mit etwas Glück kann man so kostengünstig an Grundstücke kommen.

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10. Makler

Neben diesen neun gängigen und kostenlosen Methoden gibt es noch eine weitere Alternative. Wenn Sie sich gar nicht mit der Suche nach einem Grundstück beschäftigen wollen, können Sie einen Makler beauftragen. Dieser kümmert sich gegen Bezahlung um die komplette Abwicklung.  

6 Tipps zur Grundstückssuche

Auswahl des richtigen Grundstücks

Das Grundstück ist ein zentrales Thema beim Hausbau und die Basis für Ihr zukünftiges Traumhaus. Vor allem in Ballungsgebieten ist es oftmals nicht ganz leicht, das perfekte Baugrundstück zu finden. 

Wenn Sie noch kein Grundstück besitzen und Sie sich noch auf die Suche nach einem geeigneten Bauplatz machen müssen, dann gilt es dabei einige Punkte zu beachten. Denn nicht nur der Standort, die Größe und der Preis spielen eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche weitere Kriterien, die Sie in Ihre Entscheidung einbeziehen sollten, bevor Sie ein Grundstück kaufen. 

1. Die Lage und Infrastruktur

Nehmen Sie sich genügend Zeit und überlegen Sie, was Ihnen wichtig ist: Möchten Sie in ruhiger Lage wohnen oder ist Ihnen das zu langweilig? Wie weit liegen Ihre Arbeitsstelle und die Schule Ihrer Kinder entfernt? Und wie praktisch ist die Verkehrsanbindung? 

Zudem sollten Sie prüfen, ob das Grundstück inmitten eines beliebten Baugebietes liegt und die Wahrscheinlichkeit daher groß ist, dass in naher Zukunft Ihre Nachbarschaft wächst. 

2. Der Bebauungsplan 

Als angehender Bauherr sollten Sie unbedingt einen Blick in den Bebauungsplan werfen, bevor Sie ein Grundstück kaufen. Den Plan können Sie bei der zuständigen Gemeinde einsehen. Im Bebauungsplan sind zahlreiche Bedingungen festgehalten, die Sie beim Hausbau beachten müssen. Er regelt zum Beispiel, wie viele Stockwerke ein Haus haben darf oder welche Dachform erlaubt ist und er stellt Bedingungen an Garagen und Stellplätze.  

3. Die Ausrichtung

Um ein Gefühl für die Ausrichtung des Grundstücks und Ihres späteren Hauses zu bekommen, sollten Sie den Bauplatz im Vorhinein zu verschiedenen Tageszeiten besichtigen. So verschaffen Sie sich einen Überblick über den Sonnenverlauf und den Schattenwurf von Bäumen oder Nachbarhäusern. Sie erkennen zudem, wo ein hohes Lärmaufkommen besteht und können sich Ideen einholen, wie Sie dementsprechend Ihre Räume anordnen möchten. 

4. Die Erschließung

Künftige Bauherren sollten sich bei der zuständigen Gemeinde erkundigen, ob der Bauplatz bereits erschlossen ist. Die Kosten für die Erschließung des Grundstücks sind manchmal bereits im Grundstückspreis enthalten. Anderenfalls kommen die Erschließungskosten zusätzlich auf Sie zu. Diese umfassen die Anschlüsse des öffentlichen Versorgungsnetzes, also Gas, Wasser und Strom.   

Erdarbeiten, Bau der Bodenplatte für ein Einfamlilienhaus

5. Die Beschaffenheit

Je nach Lage des Grundstücks kann die Bodenbeschaffenheit sehr feucht, steinig oder sandig sein. In der Regel besteht nur sehr selten das Problem, dass die Tragfähigkeit für ein Einfamilienhaus nicht ausreicht. Mit einem Bodengutachten gehen Sie aber auf Nummer sicher, damit keine unerwarteten Kosten auf Sie zukommen.

6. Baulasten

Als Baulasten beschreibt man die Verpflichtungen, die der Besitz eines Grundstücks mit sich bringt. Im Baulastenverzeichnis können zum Beispiel Anbau-, Stellplatz-, und Freiflächenbaulasten niedergeschrieben sein. Bei der zuständigen Baubehörde kann man in Erfahrung bringen, ob bereits Baulasten für das Grundstück eingetragen sind.