Welche Versicherungen für den Hausbau braucht man?

Was ist eigentlich, wenn über Nacht Baumaterialien gestohlen werden, ein Sturm Schäden am Rohbau anrichtet oder ein Freund, der beim Bau hilft, unglücklich stolpert? Bei einem Hausbau ergeben sich viele Risiken, die nicht durch reguläre Versicherungen abgedeckt sind.

Um für eventuelle Schäden nicht selbst aufkommen zu müssen, sollte man sich rechtzeitig vor Baubeginn über mögliche Versicherungen informieren. Welche Versicherungen sinnvoll sind, hängt vom individuellen Bauvorhaben ab.

Hanse Haus trägt vom Montagebeginn bis zur Hausübergabe die Risiken für die Ausführung der vertraglich vereinbarten Leistungen. Wenn Eigenleistungen geplant sind, empfehlen wir den Abschluss privater Versicherungen, die Bauherren, Helfer und das Bauvorhaben schützen.

Welche sind die wichtigsten Versicherungen für Bauherren?

Versicherungen für Bauherren

Die vier wichtigsten Versicherungen für den Hausbau sind die Bauherren-Haftpflichtversicherung, die Bauleistungsversicherung, die Feuerrohbauversicherung und die Bauhelfer-Unfallversicherung.

Variant - Fertighaus mit Satteldach von Hanse Haus

Was ist die Bauherren-Haftpflichtversicherung?

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Die Bauherren-Haftpflichtversicherung sichert Schäden ab, die während der Bauphase auf der Baustelle auftreten können. Dazu gehören Schäden an Personen, am Eigentum oder am Eigentum Dritter. Sowohl die Bauherren als auch auf der Baustelle beschäftigte Personen sind dadurch abgesichert. Auch wenn es sich bei der Bauherren-Haftpflichtversicherung nicht um eine Pflichtversicherung handelt, ist es sehr zu empfehlen, diese Versicherung abzuschließen. Die Laufzeit beträgt meist 2 bis 3 Jahre oder endet mit der Fertigstellung des Hauses. Der Beitrag bemisst sich an der aufgenommenen Bausumme und wird nach Abschluss des Baus entsprechend korrigiert. Da die Bauherren-Haftpflichtversicherung als sogenannte passive Rechtsschutzversicherung fungieren kann, ist eine zusätzliche, oft sehr teure Rechtschutzversicherung für den Hausbau in vielen Fällen nicht unbedingt notwendig.

Was ist die Bauleistungsversicherung?
Bauleistungsversicherung

Ähnlich wichtig ist eine Bauleistungsversicherung, die den Rohbau gegen unvorhersehbare Schäden durch Unwetter, Vandalismus, Konstruktions- oder Materialfehler oder auch Diebstahl absichert. Auch diese Versicherung ist für Bauherren nicht verpflichtend. Die Kosten für die Bauleistungsversicherung richten sich ebenfalls nach der versicherten Bausumme, die zum Baubeginn festgelegt wird. Der Versicherungsschutz endet, wenn das Haus fertig zum Bezug ist und die zuständige Baubehörde eine Bauabnahme erteilt. Eine Bauleistungsversicherung läuft meist zwei Jahre.

Was ist die Feuer-Rohbau-Versicherung?
Feuer-Rohbau-Versicherung

Eine Feuer-Rohbau-Versicherung sichert den Rohbau gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosionen und Implosionen oder auch den Aufprall von Luftfahrzeugen und deren Teile ab. Sie kann als Zusatz zu einer Bauleistungsversicherung oder einer bereits zum Baubeginn bestehenden Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden.


Die üblichen Laufzeiten liegen zwischen 6 und 24 Monaten.

Was ist die Bauhelfer-Unfallversicherung?
Bauhelfer-Unfallversicherung 

Beim Bau oder der Sanierung eines Hauses bekommen viele Bauherren Hilfe von Freunden und Bekannten. Für Bauherren besteht in diesem Fall die Verpflichtung, eine gesetzliche Bauhelfer-Unfallversicherung abzuschließen.

Wie der Name bereits verrät, sind Helfer dadurch bei jeder Art von Unfall abgesichert. Die Kosten dafür berechnen sich aus einem bestimmten Beitragssatz pro Helfer und Arbeitsstunde multipliziert mit einem festgelegten Entgelttarif. Welcher Beitrag sich konkret ergibt, kann bei der zuständigen Baubehörde erfragt werden.

Weil die Zahlungen im Schadensfall bei dieser gesetzlichen Versicherung oft eher gering ausfallen, schließen viele Bauherren private Versicherungen mit höherer Kostenabdeckung ab. Auch hier wird die erwartete Zahl der Helfer und Zeitraum der Arbeiten angegeben, aber auch Pauschalpakete sind möglich. Bei der privaten Bauhelfer-Unfallversicherung ist zu beachten, dass in manchen Fällen Bauherren, Ehepartner oder sogar weitere Familienmitglieder wie Geschwister nicht automatisch mit abgesichert sind.

Welche Versicherungen brauche ich nach dem Hausbau?

Versicherungen für Hausbesitzer

Wenn das Haus fertiggestellt ist, ist es wichtig, den umfassenden Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Eine Wohngebäudeversicherung, die das Haus und alle damit verbundenen Elemente wie den Garten oder Garagen gegen Schäden durch Feuer, Wasser, Sturm oder Hagel absichert.
  • Eine Hausratsversicherung, für die Absicherung aller Gegenstände im Haushalt gegen Einbruchdiebstahl, Überspannungsschäden oder Wasserschäden
  • Eine Elementarschadenversicherung sichert das Haus zusätzlich vor Schäden bei Naturereignissen wie Überschwemmungen, Schneedruck oder Erdrutsche ab.

Welche Versicherung sinnvoll ist, unterscheidet sich hier von Haus zu Haus.

 

Alles rund um das Thema Hausbau findet man in unserem Baulexikon!

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