Die Immobilie als Alters­vorsorge mit Mehrwert

Eigentum schafft Sicherheit
03.09.2026

Wer eine Immobilie besitzt, geht im Durchschnitt mit deutlich mehr Vermögen in den Ruhestand als jemand, der zur Miete wohnt. Zu diesem Ergebnis kommt bereits eine etwas ältere Studie der Deutschen Bundesbank, auf die auch DER SPIEGEL in einem Beitrag zum Thema „Kaufen oder mieten“ eingeht.

Demnach verfügten Mieterhaushalte im Untersuchungszeitraum im Mittel über ein Nettovermögen von rund 47.800 Euro. Haushalte mit Wohneigentum besaßen dagegen ein deutlich höheres Vermögen. Bei Eigentümern mit laufendem Hypothekarkredit lag es etwa fünfmal höher, bei Eigentümern ohne Hypothek sogar rund zehnmal höher als bei Mieterhaushalten.

Der Grund dafür liegt nicht allein im Wert des Hauses oder der Wohnung. Auch das Sparverhalten spielt eine wichtige Rolle.

Das Haus als „Spardisziplin“

Wer eine Immobilie finanziert, verpflichtet sich über viele Jahre zu regelmäßigen Zahlungen. Ein Teil der monatlichen Rate dient dabei dem Vermögensaufbau: Mit jeder Tilgung wächst der persönliche Anteil am Haus. Das Geld wird also nicht einfach ausgegeben, sondern Schritt für Schritt in einen bleibenden Wert umgewandelt.

Bei Mietern steht diese Form des automatischen Sparens nicht zur Verfügung. Zwar können sie das Geld, das Eigentümer in die Tilgung investieren, theoretisch anderweitig anlegen. In der Praxis wird dieser Betrag jedoch nicht immer konsequent zurückgelegt. Häufig fließt er in den laufenden Konsum oder wird für andere Ausgaben verwendet.

Immobilienbesitzer sparen somit gewissermaßen „nebenbei“ – und oft disziplinierter, als sie es mit einem freiwilligen Sparplan tun würden. Die monatliche Finanzierungsrate macht den Vermögensaufbau verbindlich. Gleichzeitig kann das eigene Zuhause dazu motivieren, langfristiger zu planen, Ausgaben bewusster abzuwägen und finanzielle Ziele konsequenter zu verfolgen.

Nicht nur eine Frage des Geldes

Natürlich lassen sich die Unterschiede nicht ausschließlich mit der Immobilie erklären. Menschen, die Wohneigentum erwerben, unterscheiden sich möglicherweise auch in anderen Punkten von Mietern: Sie planen häufiger langfristig, verfügen eventuell über ein höheres Einkommen oder Eigenkapital und sind eher bereit, sich finanziell dauerhaft zu binden.

Das bedeutet: Die Immobilie allein macht nicht automatisch reich. Sie kann aber ein wirkungsvoller Rahmen für regelmäßiges Sparen und langfristigen Vermögensaufbau sein. Entscheidend ist, dass die Finanzierung zur persönlichen Lebenssituation passt und solide geplant wird.

Mehr Sicherheit im Ruhestand

Ist das Haus im Idealfall bis zum Renteneintritt abbezahlt, entfällt die monatliche Darlehensrate. Eigentümer profitieren dann von geringeren laufenden Wohnkosten und sind weniger abhängig von steigenden Mieten. Gleichzeitig bleibt das Haus als Sachwert erhalten und kann – abhängig von Lage, Qualität und Marktentwicklung – zusätzlich an Wert gewinnen.

Damit wird das eigene Zuhause zu weit mehr als vier Wänden: Es ist Lebensmittelpunkt, Rückzugsort und ein wichtiger Baustein der persönlichen Altersvorsorge.

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Hinweis: Die genannten Studienergebnisse beziehen sich auf den Untersuchungszeitraum der Bundesbank-Studie und stellen keine Garantie für die zukünftige Vermögensentwicklung einer Immobilie dar. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Finanzberatung.
Quelle: Deutsche Bundesbank: Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland – Ergebnisse der ersten Studie 2010




 

Fertighaus Bungalow 123
Fertighaus Bungalow 123 - Hanse Haus